Schlafmedizin

Im Fokus: Kinder-Schlafmedizin

SchlafmedizinIn der Praxis von Kinderarzt und Jugendmediziner Dr. med. Manfred Praun in Gilching liegt ein wichtiger Aspekt auf der Kinderschlafmedizin. Dr. med. Praun selbst beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Bereich Kinderschlafmedizin. Er besucht entsprechende Weiterbildungen und baut seine fachliche Qualifikation Kinderschlafmedizin ständig weiter aus. Dadurch ist er in der Lage schlafbezogene Atemstörungen exakt zu diagnostizieren und wirkungsvoll zu therapieren.

Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Das Gebiet der Kinder-Schlafmedizin selbst ist noch relativ jung. Es gibt bei Weitem nicht so viele gesicherte Daten wie bei Erwachsenen. Doch eines ist klar: Die Folgen des "schlechten Schlafs" können bei Kindern und Jugendlichen zu massiven Störungen führen, die schnell auch alltagsrelevant werden. Internationalen Studien zufolge leiden 21 bis 37 Prozent unserer Kinder unter Schlafstörungen. Mit zum Teil fatalen Folgen:

Es kommt zu reduziertem Konzentrationsvermögen, Lernstörungen, gelegentlicher Tagesschläfrigkeit, häufiger zu Hyperaktivität in Verbindung mit Schulproblemen und sozialen Schwierigkeiten. 

Die Ursachen dafür können z. B. zu große Mandeln, Atmungsstörungen, Übergewicht oder auch eine Verengung der Atemwege, möglicherweise bedingt durch eine Kiefer- oder Zahnfehlstellung, sein. Die obstruktive Schlafapnoe spielt dabei eine zunehmend größere Rolle. Obstruktive Schlafapnoe bei Kindern bedeutet, dass das Kind für mindestens 10 Sekunden nicht mehr atmet. Das Tückische daran: Viele Eltern und Kinder sind sich der eigentlichen Ursache dieser zum Teil so schwerwiegenden Folgen nicht bewusst. Denn kaum jemand nimmt das Ausmaß der Schlafprobleme bewusst wahr.

Schnarchen als Warnzeichen

Ein mögliches, keinesfalls zwingendes Indiz für schlafbezogene Atemstörungen ist Schnarchen. Aktuelle Studien belegen, dass es bei ca. jedem fünften kleinen Schnarcher zu den gefährlichen Atemstillständen bzw. Atempausen während des Schlafens kommt. Atempausen und der damit einhergehende Sauerstoffmangel bedeuten einen enormen Stress für den Körper. Sie führen zu sehr unruhigem Schlaf und zu unbewussten Aufwachreaktionen. An erholsame Tiefschlafphasen ist für Ihr Kind in diesem Zustand nicht mehr zu denken. Es ist nur konsequent, dass sich das Verhalten am Tag verändert.

Ein Schlafscreening gibt Klarheit

In unserer privaten Sprechstunde findet eine ausführliche Voruntersuchung statt, die Sie als gesetzlich Versicherte gerne auch in Form einer Wahlleistung in Anspruch nehmen können. Denn nicht nur Schnarchen kann ein Indiz sein, das auf schlafbezogene Atemstörungen hinweist. Auch Mundatmung, häufige Mittelohrentzündungen oder schlechtes Hören und damit einhergehende falsche Aussprache können den Verdacht erhärten. In unserer Praxis stehen uns vielfältige Apparate und Testverfahren für eine umfassende Diagnostik zur Verfügung.

Meistens folgt dann eine nächtliche Überwachung durch einen kleinen Schlafcomputer (Schlaf-Screening = Polygraphie), den Sie mit nach Hause nehmen können. Wir zeigen Ihnen genau, wie Sie den Schlafcomputer einsetzen sollen. Das Handling ist einfach und komfortabel. Das Gerät zeichnet über ein bis zwei Nächte die Atembewegungen des Kindes bzw. des Jugendlichen auf. Wir erhalten Daten über die Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz, Körperlage, den nächtlichen Bewegungsablauf und Atemstrom sowie vieles mehr. Diese Daten werten wir per EDV aus und analysieren sie. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse bilden die perfekte Basis für ein wirkungsvolles, individuelles Therapiekonzept. 

ADHS oder einfach schlecht geschlafen?

Und am Ende stellt sich womöglich heraus, dass all die Lernschwierigkeiten, Schulprobleme und Verhaltensauffälligkeiten – wie ADHS oder nicht erklärte neurologische Entwicklungsstörungen – auf der Unmöglichkeit beruhen, dass Ihr Kind in einen ruhigen und erholsamen Schaf findet. 

Nehmen Sie Schnarchen nicht auf die leichte Schulter!