Enuresis & Inkontinenz

Verständnis ist wichtig!


Rund ums Einnässen oder die kindliche Inkontinenz gibt es viele Mythen: So wird Inkontinenz bei Kindern schnell als Zeichen einer seelischen Belastung interpretiert. Noch schneller kommen Eltern in den Verdacht falscher Erziehungsmethoden. Viele suchen sich deshalb keine Hilfe und tabuisieren das Thema. Dabei kann die Erklärung viel einfacher sein. Denn viele Grundschulkinder machen noch ins Bett. Manchmal geht sogar tagsüber mal was in die Hose. In der Praxis für Kinder- und Jugendmedizin Gilching helfen wir betroffenen Kindern und ihren Eltern, dass sich das ändert! Ganz entspannt, mit ausgezeichneter Diagnostik und viel Verständnis.

 

 

Enuresis nächtliches Einnässen

Bei ca. 10 % der Schulkinder, die von nächtlichem Einnässen betroffen sind, ist schlicht die Blasenkontrolle noch nicht vollständig ausgereift. In diesem Zusammenhang muss z. B. geprüft werden, ob die Blase des Kindes überhaupt genügend Kapazität bietet, um den Urin zu sammeln. Auch ein Mangel an antidiuretischem Hormon oder schlicht falsche Trinkgewohnheiten können der Auslöser für Enuresis sein.

Und natürlich gibt es auch psychische Faktoren, die wir bei der Diagnose berücksichtigen müssen. Ein Warnzeichen ist, wenn das Kind bereits Monate oder gar Jahre trocken war und wieder mit dem Einnässen beginnt. Hier können etwa familiäre Schwierigkeiten (Streitereien, Scheidung) oder auch die Geburt eines Geschwisterkindes zu Rückfällen führen. Bei Kinder, die ihren 5. Geburtstag schon hinter sich haben, sollten auch Diabetes, Infektionen oder eine Fehlbildung ausgeschlossen werden.

Inkontinenz Einnässen und Einkoten tagsüber

Gerade bei Schulanfängern können der veränderte Tagesablauf, die vielen neuen Aufgaben und Eindrücke oder einfach der Ekel vor der Schultoilette die Blase schon mal überstrapazieren. Irgendwann können die Kinder den Urin nicht mehr halten und entleeren die Blase unkontrolliert.

Einkoten entsteht häufig dadurch, dass die Kinder den Stuhl ständig zurückhalten. Sie lösen damit eine Art chronische Verstopfung aus. Der ständig überfüllte Darm kann dann zur unbemerkten Entleerung führen. Meist sind es nur geringe Mengen an zum Teil dünnflüssigem Kot. Bei der überwiegenden Anzahl der Kinder passiert es unabsichtlich.

Gemeinsam machen wir uns stark für Ihr Kind

Als Eltern sollten Sie unbedingt davon ausgehen, dass Kinder nie absichtlich ins Bett oder in die Hose machen! Vielmehr schämen sie sich für das Missgeschick. Umso wichtiger ist, dass Sie Ihr Kind ermutigen, es unterstützen und kein Tabu aus dem Problem machen. Gemeinsam packen wir das Thema Inkontinenz und Enuresis offen und vertrauensvoll an. Wir setzen uns intensiv mit Ihrem Kind auseinander, gehen liebevoll auf seine Situation ein und klären sorgsam alle medizinischen Fragen. Auf den schnellen Griff zum Medikament verzichten wir. Lieber spüren wir gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Kind die Ursachen auf und wirken diesen sanft entgegen.