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Kind hält Omega-3-Supplement in Hand

ADHS – gründliche Diagnostik statt vorschneller Diagnose

 Ihr Kind fällt auf – zu Hause, in der Schule, vielleicht sogar bei einem Besuch in unserem PREVIMED – Gesundheitsforum für Kinder- und Jugendmedizin in Gilching. Plötzlich steht das Wort ADHS im Raum, und mit ihm kommen viele Fragen. Auch in dieser Situation nehmen wir uns die Zeit, die Ihr Kind verdient: gründliche Diagnostik, ein offenes Gespräch und ein Blick über den Tellerrand. So finden wir die richtige Einordnung – und den Weg, der Ihrem Kind wirklich hilft.

Was bedeutet ADHS?

ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit‑Hyperaktivitäts-Störung und gehört zu den häufigsten neurobiologischen Entwicklungsbesonderheiten im Kindesalter. Betroffene Kinder zeigen häufig anhaltende Unaufmerksamkeit, Impulsivität oder motorische Unruhe. Das Erscheinungsbild bleibt dabei individuell: Während manche Kinder auffällig aktiv wirken, bleiben andere still und verträumt – und sind genauso betroffen. Darum trifft der Begriff AD(H)S es eher.

Eine ADHS‑Diagnose stellt kein Urteil oder ein unabwendbares Schicksal dar. Sie markiert vielmehr den Beginn eines Weges – und dieser Weg startet mit einer sorgfältigen, ganzheitlichen Abklärung. In unserem Gesundheitsforum erhalten Sie schnell Gewissheit darüber, ob Ihr Kind betroffen ist oder nicht.

Eine ADHS‑Diagnose stellt kein Urteil oder ein unabwendbares Schicksal dar. Sie markiert vielmehr den Beginn eines Weges – und dieser Weg startet mit einer sorgfältigen, ganzheitlichen Abklärung.

Wie merke ich, ob mein Kind ADHS hat?

Typische Anzeichen – und warum sie täuschen können

Eine ADHS‑Diagnose stellt man nicht nebenbei. Es gibt keinen einzelnen Test, der ein klares Ja oder Nein liefert. Vielmehr fügt sich das Bild aus vielen Bausteinen zusammen, wie z.B. der Entwicklungsgeschichte, den Beobachtungen von Eltern und Schule sowie einer körperlichen Untersuchung. Erst das Gesamtbild erlaubt eine verlässliche Einordnung.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich ADHS zum Verwechseln ähnlich zeigt wie andere Ursachen. Unruhiger Schlaf, ein Nährstoffmangel oder emotionale Belastungen erzeugen oft dieselben Symptome. Wer hier vorschnell urteilt, riskiert ein Etikett, das nicht passt – und eine Unterstützung, die am eigentlichen Problem vorbeigeht.

Deshalb nehmen wir uns Zeit. Wir prüfen sorgfältig, schließen andere Erklärungen bewusst aus und ordnen jedes Ergebnis gemeinsam mit Ihnen ein. Denn eine Diagnose, die trägt, entsteht bei PREVIMED aus Genauigkeit.

Eltern beschreiben oft dieselben Muster:

  • 1. Unaufmerksamkeit

    • Konzentrationsschwierigkeiten: Den Kindern fällt es schwer, Aufgaben zu Ende zu führen, insbesondere bei fremdbestimmten Tätigkeiten.
    • Leichte Ablenkbarkeit: Sie werden schon durch kleinste Geräusche oder Reize aus der Bahn geworfen.
    • Vergesslichkeit und Chaos: Schulmaterialien, Spielsachen oder Hausaufgaben werden häufig vergessen oder verlegt. Pläne oder Strukturen einzuhalten, fällt schwer.
  • 2. Hyperaktivität

    • Ständige Bewegung: Die Kinder können kaum ruhig sitzen, zappeln auf dem Stuhl herum oder stehen ständig auf.
    • Innerer Antrieb: Sie wirken oft wie „aufgedreht“ oder getrieben und haben Probleme, sich leise zu beschäftigen.
    • Rededrang: Viele Kinder plappern ununterbrochen und fallen anderen ins Wort.
  • 3. Impulsivität

    • Geduld fehlt: Es fällt ihnen extrem schwer zu warten (z.B. im Supermarkt oder bis sie an der Reihe sind).
    • Vorschnelle Handlungen: Fragen werden oft schon beantwortet, bevor sie überhaupt zu Ende gestellt sind. Gefahren oder Konsequenzen ihres Tuns können sie oft schlecht einschätzen.
    • Geringe Frustrationstoleranz: Wutausbrüche, Stimmungsschwankungen oder Reizbarkeit sind häufig.
  • 4. Verträumtheit – die stille Form (ADHS ohne H)

    Nicht jede ADHS zeigt sich durch Zappeln und Lautstärke. Manche Kinder fallen genau umgekehrt auf – durch Stille und Verträumtheit:

    • Ständiges Tagträumen: Das Kind wirkt oft abwesend und in Gedanken versunken, schaut „aus dem Fenster“, statt bei der Sache zu sein. Angesprochen braucht es einen Moment, um zurückzufinden.
    • Leise statt laut: Diese Kinder stören nicht, sind ruhig und angepasst – und werden gerade deshalb häufig übersehen oder erst spät erkannt. Betroffen sind besonders oft Mädchen.
    • Langsames Tempo: Aufgaben ziehen sich in die Länge, das Kind „trödelt“ oder verliert den Faden. Die Unruhe sitzt hier nicht in den Beinen, sondern im Kopf – die Gedanken springen, während der Körper ganz ruhig bleibt.

Genau diese Symptome verlangen einen zweiten Blick. Denn sie ähneln den Folgen von Schlafmangel, Nährstoffmangel oder emotionaler Belastung zum Verwechseln. Wir prüfen deshalb das ganze Bild, statt beim erstbesten Verdacht stehenzubleiben.

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Mehr Informationen

Quelle: YouTube – Doc Praun: „ADHS? Fehlt Omega 3?“

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ADHS  ist keine Frage der Erziehung

ADHS hat biologische Ursachen – genetische Faktoren spielen eine zentrale Rolle. Es beschreibt keine Schwäche, keine schlechte Erziehung und kein Versagen. Viele betroffene Kinder zeigen sich hochbegabt, kreativ und außerordentlich einfühlsam. Mit der richtigen Unterstützung entfalten sie ihre Stärken voll.

Nur eine präzise Diagnostik führt zur wirkungsvollen Behandlung

Was, wenn hinter scheinbar typischen Symptomen doch etwas anderes steckt? Bevor wir eine Diagnose wie ADHS stellen, gehen wir den Ursachen der Symptome auf den Grund. Wir nehmen uns die Zeit für ihre präzise Einordnung. Liegen womöglich Schlafstörungen zugrunde? So schaffen wir zügig Klarheit – und zeigen Ihnen Wege auf, die Ihrem Kind wirklich helfen.

Schlaf und ADHS

Wenn Kinder ständig unruhig sind, sich schlecht konzentrieren oder schnell gereizt reagieren, denken viele Eltern zuerst an ADHS. Doch nicht immer steckt eine Aufmerksamkeitsstörung dahinter – manchmal ist es der Schlaf.

Kinder, die nachts schlecht Luft bekommen – etwa durch vergrößerte Mandeln oder Polypen –, schlafen unruhig und sind tagsüber übermüdet. Und müde Kinder verhalten sich oft genau so, wie man es von ADHS kennt: zappelig, unkonzentriert, impulsiv. Die Symptome sehen zum Verwechseln ähnlich aus – die Ursache ist aber eine ganz andere.

Eine große wissenschaftliche Auswertung mehrerer Studien hat zwei Dinge klar gezeigt: Erstens treten solche nächtlichen Atemprobleme bei Kindern mit ADHS-Symptomen auffällig häufig auf. Zweitens – und das ist entscheidend – bessern sich die Symptome deutlich, sobald das Atemproblem behandelt wird, zum Beispiel durch das Entfernen der vergrößerten Mandeln.

Deshalb gehen wir bei PREVIMED bewusst einen Schritt weiter: Bevor wir über eine ADHS-Diagnose oder gar Medikamente sprechen, schauen wir uns den Schlaf Ihres Kindes genau an. Denn wenn sich hinter den Symptomen ein Schlafproblem verbirgt, lässt es sich oft gut behandeln – ganz ohne ADHS-Medikament.

Erst den Schlaf klären, dann entscheiden. Unser Schlaf‑Screening (Polygraphie) schafft Klarheit – bequem zu Hause, in der gewohnten Umgebung Ihres Kindes.

Omega‑3 und Gehirnentwicklung

Omega‑3‑Fettsäuren steuern die Entwicklung des kindlichen Gehirns entscheidend mit. Ein Mangel beeinflusst Konzentration und Verhalten messbar. Forscher haben 22 Studien mit fast 1.800 Kindern ausgewertet. Das wichtigste Ergebnis: Omega-3 hilft, jedoch nur, wenn man lange genug dabeibleibt. Bei einer Einnahmedauer von mindestens vier Monaten – in einer gewichtsangepassten Dosierung – zeigten sich deutliche Verbesserungen bei Aufmerksamkeit und Hyperaktivität. Kürzere Einnahmezeiten brachten dagegen kaum messbare Effekte.

Besonders spannend:

Eine israelische Studie von 2024 begleitete Kinder mit ADHS über sechs Monate. Bei den Kindern, deren Omega-3-Index von durchschnittlich 4,4 auf über 11 Prozent stieg, verbesserten sich die ADHS-Symptome deutlich – bestätigt durch Eltern, Lehrer und den behandelnden Psychiater. Etwa ein Viertel der Kinder reagiert besonders gut auf Omega-3 – mit einer Symptomverbesserung von über 50 Prozent.

Im Rahmen der ADHS-Diagnostik prüfen wir deshalb den Omega‑3‑Status Ihres Kindes und beraten Sie individuell und evidenzbasiert.

Unser diagnostischer Weg: ADHS‑Diagnostik in sechs Schritten

ADHS Previmed

Unser strukturierter Prozess – transparent, präzise und immer gemeinsam mit Ihnen

  • Erstgespräch und Aufklärung
    Wir führen ein ausführliches Gespräch mit Ihnen und Ihrem Kind, erfassen die vollständige Entwicklungsgeschichte und klären Ihre Erwartungen.

  • Medizinische Abklärung
    Wir untersuchen körperliche Grundlagen – inklusive Schlafdiagnostik.

  • Digitale Testverfahren (IGeL)
    Spezielle Fragebögen erfassen die Fremdbeobachtung durch Eltern und Schule, ab elf Jahren ergänzt durch die Eigenbeobachtung des Kindes – zur Abklärung emotionaler Auffälligkeiten und zum Ausschluss weiterer Erkrankungen.

  • Kurze Abstimmung
    Per Video oder vor Ort besprechen wir Blut‑ und Testergebnisse verständlich, ordnen die Werte medizinisch ein und legen die nächsten Schritte gemeinsam fest.

  • Diagnostische Testung (IGeL)
    Unsere umfassende Testung liefert validierte Ergebnisse, alters‑ und fragestellungsabhängig.

  • Abschluss und weitere Begleitung
    Wir besprechen alle Ergebnisse ausführlich, ordnen die Diagnostik ein und finden gemeinsam den passenden Weg zu Förderung und Therapie.

Leistungen und Kosten – transparent von Anfang an

Zu den Kassenleistungen zählen die Blutentnahme zur Basisabklärung, ein EKG zur kardiologischen Einschätzung und die Polygraphie zum Schlafscreening (Eigenanteil 30 €). Optional bieten wir als IGeL‑Leistungen den Vitamin‑D3‑Status, die Vitalanalyse (Selen, Zink, Vitamin B12 und Magnesium) sowie die Omega‑3‑Fettsäuren‑Analyse. IGeL steht für individuelle Gesundheitsleistung als Selbstzahlerleistung. Wir informieren Sie vorab transparent über alle Kosten und entscheiden gemeinsam, welche Leistungen Ihrem Kind nützen.

Glückliche Schulkinder – ADHS

ADHS‑Behandlung: individuell und multimodal

Eine ADHS‑Behandlung bei PREVIMED bleibt so individuell wie das Kind selbst. Medikamente sind dabei ein möglicher Baustein – nie der einzige. Wir setzen auf einen multimodalen Ansatz, bei dem mehrere Bausteine ineinandergreifen, abgestimmt auf Ihr Kind, Ihre Familie und Ihren Alltag. Bei Förderung und Therapie koordinieren wir Ergotherapie, Psychotherapie und Lerntherapie und verweisen gezielt weiter. In der schulischen Unterstützung begleiten wir Sie bei Nachteilsausgleich, Förderplan und Lehrerinformation im Gespräch mit der Schule. Auch Ernährung und Mikronährstoffe beziehen wir ein, denn was Ihr Kind isst, beeinflusst sein Gehirn – hier beraten wir Sie evidenzbasiert.

Erweist sich eine medikamentöse Therapie als sinnvoll und gewünscht, begleiten wir die Einstellung sorgfältig mit regelmäßigen Verlaufskontrollen. Und mit regelmäßigen Kontrollen von Blutbild, EKG, Entwicklungsstand und Therapieanpassung bleiben wir dran.

Sprechen Sie uns als Ihre Kinderärzte gern an. Wir finden den Weg für Sie und Ihr Kind für ein Leben mit ADHS!

Schulkinder

ADHS – Unser Angebot in Diagnostik & Behandlung

Mehr als eine Kinderarztpraxis – Ihr medizinischer Partner

Wir arbeiten mit einem breiten Spektrum, das weit über die Kassenleistung hinausgeht: ein ausführliches Erstgespräch mit Zeit für Ihre Fragen, eine vollständige Entwicklungsanamnese über Familie, Schule, Alltag, Schlaf und Ernährung, eine ganzheitliche Labordiagnostik inklusive Omega‑3‑Status und Mikronährstoffe sowie die Schlafdiagnostik im vertrauten Bett Ihres Kindes. Präzise Testverfahren sichern die Diagnose ab, Kurzabstimmungen per Video verkürzen die Wartezeit. Über die Vernetzung mit Kinderpsychiatrie, Ergotherapie, Schulpsychologie und Logopädie begleiten wir Ihr Kind langfristig – mit Verlaufskontrollen, Therapieanpassung und Entwicklungsberichten.

Was Sie zum Ersttermin mitbringen sollten 

Ihre Beobachtungen führen uns schneller zum vollständigen Bild, denn Sie kennen Ihr Kind am besten. Hilfreich sind frühere Befunde und Berichte von Kindergarten oder Schule, aktuelle Zeugnisse, bisherige ärztliche Gutachten oder Therapieberichte sowie Ihre konkreten Beobachtungen: Wann treten die Schwierigkeiten auf, in welchen Situationen und seit wann? Auch Angaben zu Schlaf, Medienzeit, Ernährung und Freizeitgestaltung helfen uns weiter. Und bringen Sie Ihre Fragen mit – keine ist zu klein, keine zu groß.

ADHS? Schaffen Sie Klarheit

Sie haben einen ADHS‑Verdacht und wünschen sich Klarheit? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir finden gemeinsam einen passenden Termin und bereiten Sie auf den ersten Besuch vor.

Jetzt unsere ausführliche ADHS-Broschüre downloaden!

Wir sorgen dafür, dass Ihre Kinder gesund groß und stark werden

Haben Sie Fragen zu Omega-3 oder zur Kindergesundheit? Sprechen Sie uns gerne in der Sprechstunde an oder vereinbaren Sie einen Termin über unsere Online-Terminvergabe.